
Valery Karassioff lebte und arbeitete viele Jahre in Sipplingen am Bodensee. In dieser Zeit stellte er seine neuesten Werke regelmäßig in unseren Galerie-Räumen aus. Heute lebt er wieder in Moskau und malt nach wie vor. Viele Kinderbücher und Geschichten wurden von ihm illustriert und seine Karikaturen für namhaften Moskauer Zeitschriften haben ihren Weg über die Galerie Mars zurück zu unserer Galerie-Sammlung gefunden.
VALERY KARASSIOFF
Das Licht der Welt erblickte ich auf dem Arbat in Moskau 1939 und fing an zu zeichnen. Dann versuchte ich verschiedene sowjetische Kunstschulen zu besuchen: von der Kinderkunstschule bis zur Stroganoff-Kunsthochschule, jedes Mal wurde ich rausgeschmissen weil ich anders zeichnete. Und trotzdem ist es mir gelungen, die Moskauer Kunstakademie sowie die Fakultät der Journalistik der Moskauer Universität zu absolvieren.
Mehr als dreißig Jahre der „Zwangsarbeit“ in den größten Moskauer Verlagen, wo ich aus aller Kraft versucht habe der ideologischen Bevormundung zu entgehen, indem ich die russische klassische Literatur und Kinderbücher illustrierte, haben es nicht geschafft, mich zu zähmen. Auch nicht die vielen Auszeichnungen und Diplome verschiedener Ausstellungen und namhafter Zeitschriften und Lobesworte der sowjetischen „Kunstapostel“.
Die ersten Ausstellungen mit meiner Malerei konnten erst 1986 stattfinden, nachdem die sowjetischen Grenzen durchlässig wurden. Meine Bilder gingen zu Ausstellungen nach Holland, in die Schweiz (Zürich) und nach Deutschland (Düsseldorf, Köln, Nürnberger Messe, Singen…) Über die Moskauer Galerie Mars gelangten einige meiner Bilder in Sammlungen nach Frankreich, Schweden und die USA.

Jean-Claude Michel ist in Bourg-en-Bresse im Jahre 1943 geboren. Nach dem Besuch der privaten Kunstschule „Atelier Met de Penninghen“ in den Jahren 1961-1963 studiert er Malerei an der „Ecole Nationale Superieure des Arts Decoratifs“ in Paris von 1964-1968. Anschließend arbeitete er in Architekturbüros der Hauptstadt. Der bekannte Verlag „Bordas“ beauftragte ihn, Illustrationen über die menschliche Anatomie zu getalten. Nach diesem Ersterfolg wurde er von internationalen Großunternehmen der pharmazeutischen Industrie mit Aufgaben betraut, die ihn mit mikro- und makroanatomischen Darstellungen sowie mit physiologischen Phänomenen beschäftigten. Zahlreiche Präsentationen und Veröffentlichungen in der internationalen Presse waren die Folge. Die Disziplin dieser Arbeitsweise schärfte seine Beobachtungsgabe, sein analytisches Vermögen und seine Kreativität. Sein Ziel blieb jedoch die freie Malerei, der er sich heute ausschließlich widmet.

Die Globalkunst des Tessiners Luca Rosario Roth schafft Verbindungen zu unseren Zeit- und Raumgedanken.
Sie löst deren Grenzen auf und ermöglicht somit einen neuen philosophischen Zugang zum eigenen Dasein in unserer globalisierten Welt.
Roth ist ein Reisekünstler, der sich für Kalligrafie, Bräuche, Schriftzeichen, Sprachen, Symbole und Kulturen interessiert.
Stoffe, Textilien und Artefakte aus den verschiedensten Ländern bestimmen sein Werk.

Uta Reinhardt malt Stilleben und Landschaft. Die Landschaften sind zum Teil auf Leinwand gezeichnet. Die Zeichnungen nähern sich der Malerei an und kommen von ihr. Die Stilleben Uta Reinhardts sind Gemälde über Dinge, Sachen, Gegenstände. Die Colaflaschen, die Birnen, die Fische sind nicht nur um ihrer selbst willen gemalt, sondern auch um der Malerei willen: „Malend ist man nicht hinter einer Bedeutung her. Bedeutung entsteht oder auch nicht“. Die malerische Untersuchung des Gegenstandes ist Annäherung und distanziertes Beobachten zugleich; die Malerin versucht das Alltägliche in seiner Fremdheit zu erfassen – zwecklos, absichtslos. Für Uta Reinhardt ist die Bildwerdung von Anschauung, Vorstellung, Erinnerung und die Verwandlung von Farbe zu Raum und Form das Abstrakte. „Auf das schwarze Quadrat von Malewitsch male ich wieder eine Birne.“ Allen Bildern ist gemein, daß sie kein Geschehnis zeigen, doch es ahnen lassen; als wäre gerade etwas passiert oder als würde gleich etwas passieren. „Andauernd vergeht etwas, ist etwas noch nicht da.“ Die Landschaften Uta Reinhardts sind menschenleer. Der Mensch ist nicht zu sehen. Es sind Landschaften, an denen man vorbeifährt und in denen man verweilt: Vorstädte und Waldbilder, südliche Landschaften und urbane Plätze. Es sind Bilder über das Sichtbare und das Unsichtbare: die Motten an der Straßenlampe, der heimkehrende Taxifahrer, die auf der Parkbank Schlafenden bleiben vorstellbar.
Seit 2008 tritt die Figur aus dem Vorstellungsraum in den Bildraum und der Mensch ist nicht nur scheinbar, sondern tatsächlich anwesend. „Ich male den Mond, die Luft, den Baum, das Tier. Ich portraitiere die Dinge und finde den Menschen.“

Sie wurde 1970 in Leningrad geboren. Zeichnend und malend erkundigte sie die Welt. Für sie war es klar, Künstlerin zu werden. Aber ihre Eltern, zwei Ingenieure, hatten anderes mit ihr vor, wollten ihr den steinigen Weg ersparen, und ließen sie, sich in die pädagogische Fakultät einschreiben. 1999 schloss sie dennoch die Repin-Kunstakademie ab und wurde 2001 Mitglied der Vereinigung russischer Künstler. Seitdem reist sie durch die Welt, widmet sich mit Hingabe der Pleinair-Malerei, der Schönheit der Natur, dem Licht, dem Meer, den Bäumen, dem Porträt und erliegt zuweilen auch märchenhaften Stimmungen.

Reiner Staudacher, geboren in Wasserburg am Inn, liebt den See, seine vielfältigen Landschaften, seine Stimmungen, seine Launen, seine mit den Jahreszeiten wechselnden Gesichter. Er ist der ständige Beobachter und Begleiter, mit fotografischem Gedächtnis überträgt er das Draußen später drinnen im Atelier auf Leiwand. Akribisch arbeitend mit dem Spachtel – den Pinsel hat er längst zur Seite gelegt – Ölfarben mischend entsprechend den Nuancen des Lichts über der Natur. Nicht umsonst hat er sich einen Raum ausgesucht, der ihm den Blick frei gibt auf die Landschaft, die in ständiger Veränderung ist je nach Tages- oder Jahreszeit oder entsprechend Petrus Launen. Alles betrachteter mit „Maleraugen“, kann kaum draußen sein ohne ein inneres Abbild mit nach Hause zu tragen, schnell zu skizzieren, alles was ihn als Sujet interessiert wird bei ihm zum Bild. Man muss seine Arbeiten genau betrachten, von Ferne wegen der Perspektive, aber auch von ganz nah, um die akribische Hinwendung zu erfassen, mit der Gräser und Blätter, Blumen und Wolken ausgearbeitet sind. Filigran zart blüht jetzt der Frühling, dessen Duft er malend festhält. Lebensfreude springt dem Betrachter entgegen, ein Stück intakter Welt, auch wenn die Szenen aus der Natur nicht immer nur Sonne zeigen. Aber ein Hoffnungsschimmer lässt sich meist entdecken… (Text Monique Würtz)

1989 Abitur am Gymnasium Eppingen (Scheffelpreis), 1994/2001 Studium der Malerei an der Hochschule der Bildenden Künste Saar, Saarbrücken und der Ècole Nationale Supérieure des Beaux-Arts de Dijon, Burgund.
2002 Ernennung zum Meisterschüler von Prof. B. Baumgarten, HBK Saar, Saarbrücken, seit 1999 längere künstlerische Arbeitsaufenthalte in Rumänien, Spanien, Frankreich, Schweiz und Ägypten. Seit 2001 lebt und arbeitet freischaffend am Streichenberg bei Gemmingen im Kraichgau.
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